Kosten und Gesellschaftsform

MIT WELCHEN KOSTEN MUSS MAN RECHNEN?

Je nachdem welche Gesellschaftsform Sie wählen, entstehen unterschiedliche Kosten.

 

v24-vecitus-de-portal-fuer-gruender-und-unternehmerAnwaltsgebühren
Bei der Gründung einer GmbH mit einem voll einbezahlten Stammkapital von EUR 25.000 ist im Normalfall für die Tätigkeit des Rechtsanwalts ein Honorar von ca. EUR 1.000 zzgl. Mehrwertsteuer zu entrichten. Die Mehrwertsteuer fällt bei ausländischen Gesellschaftsgründern nicht an, wohl aber dann, wenn das Honorar als Gründungskosten von der in Deutschland sitzenden Gesellschaft übernommen wird.
Treten besondere Schwierigkeiten auf oder liegt ein Sonderfall vor, kann sich das Honorar natürlich entsprechend erhöhen. Die Höhe eventueller Anwaltsgebühren sollten Sie vorab direkt mit einem Rechtsanwalt klären. Bitte nehmen Sie auch unser Angebot der Gründerberatung in Anspruch!

 

Notargebühren
Die Kosten des Notars, der für die Beurkundung des Gründungsvorgangs zuständig ist, richten sich nach dem sogenannten Geschäftswert. Bei der GmbH entspricht der Geschäftswert dem Stammkapital der zu gründenden Gesellschaft. Für die Beurkundung des Gesellschaftsvertrages einer GmbH mit 25.000 € Stammkapital fallen Kosten von ca. 160 € zzgl. MwSt. an. Hinzu kommen die Gebühren für die Beurkundung der Geschäftsführerbestellung und der Anmeldung zum Handelsregister von ca. 80 € zzgl. MwSt. Die Notarkosten werden sich also regelmäßig auf ca. 200 € bis 250 € belaufen.
Genaueres hierzu erfahren Sie ebenfalls im Rahmen einer Gründungsberatung.

 

Handelsregistergebühren und Sonstiges
Auch die Gebühren der Eintragung ins Handelsregister richten sich nach dem Geschäftswert. An das Registergericht sind für die Eintragung einer GmbH mit einem Stammkapital von 25.000 € Gebühren von ca. 160 € zzgl. MwSt. zu bezahlen.
Die weiteren Kosten des Gründungsvorgangs sind im Allgemeinen unerheblich. Sie entstehen z.B. durch die erforderliche Veröffentlichung der Handelsregistereintragung und durch die Anzeige beim Gewerbeamt. Bei genehmigungspflichtigen Anlagen und Gewerben ist die Genehmigung grundsätzlich gebührenpflichtig, wobei die Gebühr nach landesrechtlichen Vorschriften berechnet wird.

 

v39-vecitus-de-portal-fuer-gruender-und-unternehmerWELCHE GESELLSCHAFTSFORM IST DIE RICHTIGE?

Die Wahl der Rechtsform ist eine der wichtigsten Entscheidungen auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Die gewählte Rechtsform gibt zahlreiche Maßgaben für Ihre unternehmerische Tätigkeit vor. Sie regelt unter anderem Fragen von Haftung, Möglichkeiten der Ausgestaltung für die Geschäftsführung, Beteiligung an Gewinn und Verlust, sowie die Anforderungen an die Rechnungs- und Bilanzregelung und auch Auflagen für den Firmennamen.

Wählen Sie daher eine Rechtsform, die den Erfordernissen Ihrer Tätigkeit und Ihres Geschäftes entspricht. Grundsätzlich sollten Sie sich vorab beraten lassen. Zum Beispiel direkt über mit uns kooperierende Rechtsanwälte.

 

Wesentliche Unterschiede

Im Prinzip kann man 3 Arten unterscheiden: Einzelunternehmen, Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft.
Charakteristisch für Einzel- und Personengesellschaften ist, dass die Gesellschafter für die Schulden ihres Unternehmens in voller Höhe, auch mit ihrem Privatvermögen, haften. Außerdem sind bei Einzel- und Personengesellschaften der Inhaber und Geschäftsführer stets identisch, während Kapitalgesellschaften Eigentum und Geschäftsleitung trennen dürfen. Der bürokratische Aufwand ist bei kapitalgesellschaften dagegen wesentlich höher und es sind strengere Rechnungslegungs- und Bilanzierungsvorschriften zu beachten.

 

Die wichtigsten Rechtsformen im Überblick

  • Einzelunternehmen

    Die einfachste Art der Unternehmensgründung ist eine Gewerbeanmeldung bei der für den betreffenden Ort zuständigen Behörde (Gewerbe- oder Ordnungsamt).

    Die Anmeldung erfolgt auf den Vor- und Zunamen des Unternehmers. Kleingewerbetreibende haften mit ihrem gesamten Vermögen. Dieses Risiko kann durch entsprechende Versicherungen teilweise abgesichert werden.
  • Personengesellschaft (BGB Gesellschaft oder GBR)

    Für Gesellschaften des bürgerlichen Rechts gelten ähnliche Grundsätze wie für Einzelunternehmen. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss von Einzelunternehmern, der durch einen so genannten Gesellschaftsvertrag schriftlich festgehalten wird.

    Auch die Gesellschafter einer GbR haften grundsätzlich sowohl mit ihrem Geschäfts- als auch mit ihrem Privatvermögen. Gläubiger können Forderungen gegen die Gesellschaft, die Gesellschafter und beide zugleich geltend machen.
  • Einzelkaufmann/Einzelkauffrau (e.K.) und offene Handelsgesellschaft (oHG)

    Durch einen Eintrag ins Handelsregister firmieren Sie nicht mehr als Einzelunternehmer, sondern als Einzelkaufmann oder Einzelkauffrau (e.K.). Eine GbR wird durch den Eintrag ins Handelsregister zur offenen Handelsgesellschaft (oHG). „e.K.“ und „oHG“ unterliegen den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches.

    Mit allen Konsequenzen: Wenn Sie zum Beispiel als Gesellschafter aus der oHG aussteigen, haften Sie noch fünf Jahre lang für die bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Verbindlichkeiten.
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

    Die GmbH ist keine Personen-, sondern eine Kapitalgesellschaft. Das heißt, nicht Sie als Person, sondern die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten. Dies gilt als größter Vorteil der GmbH. Das Gesetz schreibt ein Mindestkapital von 25.000 € vor, wovon bei Gründung von allen Gesellschaftern zusammen mindestens die Hälfte einzubezahlen ist. Die Haftung der GmbH entspricht der Höhe der Kapitaleinlagen.

    Eine GmbH muss zwingend bilanzieren, was mit hohem Aufwand verbunden ist. Weitere Nachteile sind ferner der Gründungsaufwand sowie die geringere Kreditwürdigkeit gegenüber Banken.

    Meist wird von den Gesellschaftern eine persönliche Haftung für gewährte Kredite gefordert.
  • Limited

    Einen Sonderfall bildet die englische Limited. Dabei handelt es sich um eine GmbH nach britischem Recht. Die Haftung ist also auch hier beschränkt. Dabei hat die Limited ferner den Vorteil, dass Sie mit nur einem Euro kaum Mindestkapital einbezahlen müssen.

    Die Gründungskosten sind vergleichsweise gering. Die Formalitäten erledigen Dienstleister zuweilen innerhalb von nur wenigen Stunden. Teils kann die Wahl dieser Rechtsform jedoch Probleme mit sich bringen. Sie müssen deutsches und englisches Recht beachten. Um in Deutschland Geschäfte abwickeln zu können, müssen Sie eine Zweigniederlassung im deutschen Handelsregister anmelden. Zudem werden Sie wohl auf Dauer nicht ohne englischsprachigen Rechtsbeistand auskommen.
  • Haftungsbeschränkte Unternehmergeselslchaft
    (UG haftungsbeschränkt)

    Die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft UG ist eine neue Form der GmbH. Sie benötigt als Gründungskapital lediglich mindestens einen Euro. Sie müssen jedoch Anteile Ihres Jahresgewinns so lange zurücklegen und dürfen diese nicht entnehmen, bis das Stammkapital 25.000 € erreicht. Erreicht das Stammkapital 25.000 Euro, wird die UG in eine GmbH umgewandelt.
  • Kommanditgesellschaft

    Die Kommanditgesellschaft unterscheidet sich von einer oHG im Wesentlichen dadurch, dass bei einem oder mehreren Gesellschaftern die Haftung gegenüber Gläubigern auf einen genau bezifferten Geldbetrag - der auch in das Handelsregister eingetragen wird - beschränkt ist. Die voll haftenden Gesellschafter werden "Komplementäre", die beschränkt haftenden "Kommanditisten" genannt.
  • GmbH & Co KG

    Bei dieser Rechtsform ist eine GmbH Gesellschafterin einer KG. Das Modell wird häufig dann verwendet, wenn keiner der Kommanditisten die Position des persönlich haftenden Gesellschafters übernehmen will.
  • Aktiengesellschaft (AG)

    Die AG ist die typische Rechtsform für Großunternehmen, welche ihren Finanzbedarf über den Kapitalmarkt decken wollen. Leitbild des Aktiengesetzes ist die börsennotierte Aktiengesellschaft mit gestreutem und damit anonymem Aktionärskreis. Aktiengesellschaften sind durch das Aktiengesetz relativ strengen Regeln unterworfen. Für die Gründung einer AG brauchen Sie allein als Grundkapital 50.000 Euro.

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